Stellenausschreibung: Referent*in für Frauenarbeit

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg mit ihren 371.700 Mitgliedern in 107 Kirchengemeinden und sechs Kirchenkreisen besetzt zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Dezernat III des Oberkirchenrates die Stelle Referent*in für Frauenarbeit (m/w/d) in einer unbefristeten Teilzeitbeschäftigung mit insgesamt 50 v. H (derzeit 19,25 Wochenstunden) am Dienstort Oldenburg.

Bewerbungsschluss für die Stelle ist der 31. März 2024. Alle Infos findest du in der Stellenausschreibung.

Online-Impuls-Reihe

„Inklusion ganz praktisch“

Inklusion ist eine zentrale Säule unserer Gesellschaft und sollte in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen als grundlegendes Prinzip verankert sein. Die Online-Impuls-Reihe der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) bietet die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Aspekten der Inklusion auseinanderzusetzten und neue Impulse für die eigene Arbeit zu gewinnen.

Die Online-Impulse widmen sich in leicht verständlicher Form wichtigen Themen für Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit. Um Kinder und Jugendlichen für Angebote zu begeistern und einzuladen ist eine barrierearme Öffentlichkeitsarbeit notwendig.

An drei Abenden im April geht es in den Impulsen um digitale Barrierefreiheit, leichte Sprache und Unterstützungsangeboten mit dem Ziel einen besseren Zugang zu ermöglichen. Vom 10. bis 24. April, immer Mittwochabend, von 17:00 bis 18:30 Uhr.

Den Weg zur Anmeldung und die Ergebnisse der letzten Impulse gibt es auf der Website der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej).

Landesjugendpfarramt bei WhatsApp folgen

Das Landesjugendpfarramt findet ihr jetzt bei WhatsApp. Bei WhatsApp? Ja! 

Über unseren WhatsApp Kanal habt ihr ab sofort die Möglichkeit euch direkt auf dem Smartphone über neue Beiträge und Veranstaltungen informieren zu lassen. Wir werden die Möglichkeiten mit einem WhatsApp Kanal in den kommenden Monaten ausprobieren und wenn du mit dabei sein möchtest, abonniere unseren Kanal gerne hier.

Mehr Infos zu Kanälen

Kanäle können bei WhatsApp von allen Personen erstellt werden und in der Regel sind sie öffentlich zugänglich. Jede*r Nutzende kann Kanäle nach Wahl abonnieren und dabei trotzdem datensparsam unterwegs sein. Andere Abonennt*innen eines Kanals sehen nicht, wer noch Mitglied ist. Eure Nummer wird also anders als bei Gruppen nicht weitergegeben und kann nicht von anderen Personen genutzt werden. Darüber hinaus können in Kanälen nur Administrator*innen Dinge einstellen, so dass auch hier wenig bis gar kein Spam entsteht.

Als Abonennt*innen eines Kanals habt ihr die Möglichkeit, auf Dinge zu reagieren und bekommt so die Möglichkeit für direktes Feedback zu Beiträgen und anderen Meldungen.

Bild: KI generiert mit Hilfe von Midjourney

Lego®?! – Ja, im Ernst!

Letzte Woche nahm ich an einer Weiterbildung zum Lego® Serious Play® Facilitator in Rastede teil. Lego® Serious Play®? – Facilitator? – Was soll das denn sein, haben mich viele Menschen in meinem Umfeld gefragt, als ich begeistert davon berichtete.

Erstmal so viel: Es waren zwei Tage Weiterbildung, auf die ich lange hingefiebert habe. Punktuell hatte ich schon zuvor Berührungspunkte mit dieser Methode, aber wirklich viel wusste ich nicht darüber. Aber mir war bereits vor ein paar Jahren klar: Da will ich mehr zu wissen! Das möchte ich lernen!

Doch wie funktioniert diese Methode und wofür lässt sie sich einsetzen? Nun – zunächst einmal ist es eine weitere Methode für den Methodenkoffer innerhalb meiner Arbeit. Und eine persönliche Begeisterung für das Material Lego möchte ich an dieser Stelle auch nicht unerwähnt lassen. Aber vor allem ist Lego® Serious Play® (kurz LSP) eins: Wahnsinnig spannend, kreativitätsfördernd, prozessfördernd, ganzheitlich und es macht zudem noch Spaß!

LSP ist weit mehr als mit Lego spielen. Der wesentliche Unterschied ist: Bei Lego bauen wir Dinge aus der Außenwelt, also z.B. Häuser, Autos, Flugzeuge usw. Bei LSP bauen wir Modelle unserer inneren Welt, also Gefühle, innere Zusammenhänge, Gedankengänge und noch viel mehr. Darum entstehen bei LSP Modelle, die zunächst gar nicht selbsterklärend sind, aber durch den Dreischritt, aus Bauen, Präsentieren und vor dem Hintergrund von Fragen Reflektieren, doch Dinge veranschaulichen und erklären können.

Besonders von Bedeutung sind dabei klare Arbeitsaufträge der Facilitators, also derjenigen, die LSP-Workshops anleiten und begleiten. Gleiches gilt für gut formulierte Reflexionsfragen. Nur so kann das Geschehen innerhalb einer Gruppe gesteuert und die im Vorfeld gesteckten Ziele erreicht werden.

LSP eröffnet damit neue Räume und Ansätze und macht sichtbar, was in jedem und jeder Einzelnen vorgeht und wie sich dies auf das Geschehen in Gruppen bzw. Teams auswirkt. Zudem können darüber hinaus äußere Faktoren berücksichtigt werden.

Ich glaube, dass wir mit dieser neuen Methode auf andere Art und Weise arbeiten können, als das in vielen Punkten bisher geschehen ist. Natürlich hat auch LSP als Methode Grenzen und ist ausschließlich eine Methode, aber niemand hindert einen daran diese mit anderen Methoden zu verknüpfen.

Wir gehen mit LSP also neue Wege in der Gestaltung von beispielsweise Veränderungsprozessen und bringen Menschen dazu, gemeinsam an Zielen zu arbeiten.

Du merkst schon: Ich habe letzte Woche meinen Methodenkoffer mit Legosteinen gefüllt und bin begeistert von den neuen Möglichkeiten, die sich zeigen.

Wenn du Fragen dazu hast, die Methode einmal bei dir vor Ort ausprobieren, oder einfach das Material kennenlernen möchtest, wende dich gerne an uns im Landesjugendpfarramt.

Stell dir vor es wäre Schulung …

Am 1. Februar 2024 sollte sie starten, die landeskirchliche Schulung zum Thema „Haltung in Bewegung: entwickeln – haben – zeigen“ im Blockhaus in Ahlhorn. Wir als Team aus der AG Schulungen (bestehend aus Hauptamtlichen aller Kirchenkreise und dem Landesjugendpfarramt) wollten uns mit hochmotivierten Teilnehmenden aus der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der ganzen oldenburgischen Kirche ein paar Tage mit uns, unserer Haltung sowie unserer Rolle als Ehrenamtliche*r beschäftigen.

Wollten? – Ja, leider schon. Wir mussten leider Mitte Januar entscheiden, dass die Schulung aufgrund fehlender Anmeldungen abgesagt werden muss. Damit hatten wir nicht gerechnet. Und dabei ist unser Thema genau jetzt doch aktuell wie nie: Wir mit unserer Haltung, unserer Meinung, für die wir einstehen können, ja sogar müssen.

Natürlich haben wir uns Gedanken gemacht, woran es gelegen haben könnte: Falscher Termin über die Zeugnisferien, keine guten Werbewege, wenig Öffentlichkeitsarbeit, unzureichende Kommunikation, Thema verfehlt, falsche Zielgruppe, … es gab viele und noch weitere Gründe, die wir diskutiert und über die wir spekuliert haben, aber letztendlich können wir nicht genau sagen, was nun ausschlaggebend gewesen ist. Leider!

Vielleicht hast Du, der*die dies gerade liest, noch einen Hinweis für uns? Dann schick uns doch gerne eine Nachricht, am besten direkt an Björn im Landesjugendpfarramt. Die Kontaktdaten findest du unten.

Doch wir wollen nicht nur zurückblicken nach Gründen suchen, sondern wir wollen als AG schauen, wie Schulungen für Ehrenamtliche in unserem Arbeitsfeld in Zukunft aussehen könnten. Dazu gibt es schon Ideen, die vielleicht nicht ganz neu, aber anders sind als das, was wir bisher als Fortbildungen angeboten haben.

Dazu werden wir Vorschläge machen, alle Teams der Kreisjugenddienste in den Kirchenkreisen und damit die Kollegen*innen mit einbeziehen und auch Euch als Ehrenamtliche und Hauptzielgruppe fragen, was ihr braucht. Das Format, soviel sei verraten, wird kleiner werden. Die Inhalte dafür aber umso größer und vielfältiger, gerade dank Euch.

An Euch gerichtet können wir sagen:

Bleibt im Gespräch mit den Verantwortlichen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen! Sagt Ihnen, was ihr braucht, damit Schulungen für Euch attraktiv sind! Gebt eure Themen weiter! Lange planen wollen wir nicht, sondern machen und das mit Euch gemeinsam für Euch!

Wenn Du gerade unterwegs bist, das Gespräch mit Menschen vor Ort gerade nicht möglich ist, oder, oder, oder melde dich einfach bei Björn im Landesjugendpfarramt. Die Kontaktdaten findest du unten.

Gemeinsam ein Friedensband knüpfen

Am vergangenen Freitag fand ein Seminar-Abend zum Weltgebetstag mit Kindern statt. 17 Ehren- und Hauptamtliche aus verschiedenen Kirchengemeinden haben sich zusammengefunden, um gemeinsam einen Weltgebetstagsgottesdienst für Kinder zu feiern. Im Anschluss wurde viel gebastelt, sich ausgetauscht und auch gemeinsam gegessen.

Dieses Jahr wurde der Weltgebetstag von Frauen aus Palästina vorbereitet. Er steht unter dem Motto „…durch das Band des Friedens“. Es war ein sehr schöner gemeinsamer Abend und die Teams können jetzt Anregungen mit in ihre Kirchengemeinden nehmen.

Vielen Dank an den Vorbereitungskreis und an alle, die an diesem Abend dabei waren.

Werkstatt und Fachtag Jugendreisen

Die Naturfreundejugend, der Bundesjugendring, die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend (aej) und die Evangelische Jugend von Westfalen veranstalten am 21. März 2024 den Fachtag „Progressiv Unterwegs: Mit jugendverbandlichen Reisen Gesellschaft gestalten“ von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr im bUm Berlin (Paul-Lincke-Ufer 21, 10999 Berlin).

Am Vortag (20. März) tagt von 14.00 bis 19.00 Uhr zudem die Werkstatt Jugendreisen in Berlin. Die Werkstatt Jugendreisen steht allen Interessierten aus den Mitgliedsorganisationen des Deutschen Bundesjugendrings offen, die sich zu den Themen Reisen und Jugendmaßnahmen austauschen und beteiligen wollen. Die Werkstatt Jugendreisen dient der Vernetzung und der Erarbeitung reisespezifischer Themen und lebt vom inhaltlichen Engagement und Input der Beteiligten. Wir freuen uns sehr, zur Werkstatt am 20. März Stefan Schmidt (MdB Bündnis 90/Grüne und Obmann des Tourismusausschusses) begrüßen zu dürfen. Gemeinsam wollen wir in ein Gespräch gehen, mit welchen Herausforderungen jugendverbandliche Reisen derzeit konfrontiert sind und welche Lösungsmöglichkeiten es auf politischer Ebene gibt.

Alle Infos und ein Anmeldeformular findet ihr auf der Website des DBJR (Deutscher Bundesjugendring)

Woran gedenken wir am 27. Januar?

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Gefangenen des Konzentrationslagers Ausschwitz.

Am Morgen des 27. Januar 1945 befanden sich im Konzentrationslagers Ausschwitz noch etwa 7000 Gefangene. Über eine Million Menschen kamen in diesem Lager ums Leben und es wird angenommen, dass insgesamt sechs Millionen Juden in Konzentrationslagern ermordet wurden.

1996 wurde der Jahrestag auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Roman Herzog offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ (Roman Herzog)

In Deutschland findet am oder um diesen Tag im Deutschen Bundestag die Gedenkstunde zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Außerdem ist an diesem Tag an Dienstgebäuden des Bundes die Dienstflagge auf halbmast (Trauerbeflaggung).

Der Bundestag gedenkt am Mittwoch, 31. Januar 2024, der Opfer des Nationalsozialismus. Als Gastredner werden die Holocaust-Überlebende Eva Szepesi und der Sportjournalist Marcel Reif sprechen. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas wird die Gedenkstunde um 10 Uhr mit einer Begrüßungsansprache im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes eröffnen. An der Gedenkstunde nehmen traditionellerweise auch Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig, Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesverfassungsgerichtspräsident Prof. Dr. Stephan Harbarth als weitere Vertreter der Verfassungsorgane teil.

Die Gedenkstunde wird live im Parlamentsfernsehen und im Internet auf www.bundestag.de sowie auf www.bundestag.de/gebaerdensprache übertragen.

2024 jährt sich die Befreiung des KZ Ausschwitz zum 79. Mal. Aber auch 79 Jahre später gehen in Deutschland mehr als eine Million Menschen auf die Straße, da sie ein Wiedererstarken des Antisemitismus und eine Zunahme antisemitischer Gewalttaten beobachten. Zuletzt die Enthüllung durch Correctiv rüttelte viele Menschen wach, ihre Stimme zu erheben.

Gerade vor diesem Hintergrund halte ich eine Auseinandersetzung mit den bedrückendsten Wahrheiten unserer Geschichte für geboten.

Ich freue mich, dass die Besucherzahlen der Gedenkstätten wieder steigen und mittlerweile fast auf dem Niveau von vor Corona sind. So zählt Bergen-Belsen bei Celle 2023 rund 215.000 Besucher*innen. (Quelle: https://www.ndr.de/kultur/Besucherzahl-in-NS-Gedenkstaetten-2023-gestiegen,kulturkurzmeldung4638.html)

Zwar sind das gute Tendenzen aber von einigen Gedenkstätten wurde auch gemeldet, dass nach dem Angriff der Hamas auf Israel die Zahl von Schmähungen und Schmierereien zugenommen haben.

Dieser Tag ist ein Ge-denk-tag.

Ich sehe es als klare demokratische Aufforderung. „Ge“, mach dich auf den Weg „denk“ denk nach, informiere dich über die Vergangenheit, verschaffe dir Orientierung, hinterfrage die Gegenwart und gestalte die Zukunft. Nicht nur an diesem „tag“, sondern jeden Tag.

#weremember

Für die Zeit vom 26. bis 31. Januar wird ein beleuchteter „#WeRemember“-Schriftzug mit einer Länge von ungefähr elf Metern im Bereich des Ost-Eingangs des Reichstagsgebäudes auf dem Friedrich-Ebert-Platz platziert.

Die Gedenkkampagne „#WeRemember“ geht auf die Initiative des Jüdischen Weltkongresseses und der Unesco, der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, zurück. Jedes Jahr zum 27. Januar rufen die beiden Organisationen dazu auf, sich an der digitalen Erinnerungsaktion in den sozialen Medien zu beteiligen. Der Bundestag beteiligt sich bereits zum dritten Mal an der Aktion.

Aktion Bild mit Kerze #weremember #niewiederistjetzt

Lasst uns gemeinsam ein Zeichnen setzen. Entzünde eine Kerze im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, als Mahnmal für eine aktive und demokratische Gesellschaft der Gegenwart, die die Zukunft mitbestimmt.

Tafelsilber

Text von Susanne Niemeyer und Matthias Lemme

Der Tisch reicht vom Wohnzimmer bis ans Ende des Flurs, über den Platz und durch die Stadt, nach Osten und nach Westen, von der linken Herzkammer bis in die Kriegsgräben, von gestern bis morgen.

Der Tisch ist gedeckt mit:

  • Den Tränenbächen der Großeltern
  • Büchern eingesperrter Dissident*innen
  • Der Ungleichzeitigkeit der Welt
  • Klapprigen Versprechen aus uralter Zeit
  • Der Zufallsernte wackeliger Gebete
  • Den Schätzen unserer Vorstellungskraft
  • Mit im Widerstand geübter Hoffnung

Was legst du dazu?

 

Ein gutes Gefühl – Auftakt ins Multiplikator*innen-Programm

„Ich nutze mal das Adjektiv leicht für den heutigen Tag.“ – „Was bleibt ist ein gutes Gefühl bei einem ernsten Thema.“ So lauteten die Rückmeldung beim Abschluss des ersten Tages des neu geschaffenen Multiplikator*innen Programms im Bereich Kindeswohl und Prävention sexualisierter Gewalt, dass das Landesjugendpfarramt gemeinsam mit der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) sowie dem Referat Seelsorge im Oberkirchenrat ins Leben gerufen hat.
Ziel des Programms ist es, dass sich interessierte ehren- und hauptamtliche Menschen zu Schulungsmultiplikator*innen ausbilden lassen, um selbstständig Basis-Schulungen und themenspezifische Workshops durchführen zu können. So soll das Thema weitergetragen und wachgehalten werden.

Neben einem ausführlichen Kennenlernen stand dieser erste Tag in den Räumlichkeiten des Bildungswerkes im Ammerland ganz im Zeichen der Grundlagen des Themenkomplexes Prävention sexualisierter Gewalt. „Es sind ja nicht immer alle von Anfang an auf dem gleichen Wissensstand. Daher war das nochmal richtig gut“, resümierte eine Teilnehmerin am Ende des Tages.
Doch auch die spätere Rolle als Multiplikator*in wurde beleuchtet. Zeitmanagement, Selbstfürsorge, Unterstützungsmöglichkeiten usw. sind wichtige Themen, die es im späteren Einsatz bei Veranstaltungen zwingend braucht. Nur so können alle ihren Aufgaben gerecht werden und diese gut und gerne in Angriff nehmen.

An den noch folgenden beiden Seminartagen im März und April, wird es dann praktisch werden. Jede*r Teilnehmer*in bereitet einen Baustein einer Schulung vor und führt ihn innerhalb der Gruppe durch. „So können sich alle ausprobieren und danach auf verschiedene Methoden zurückgreifen, die sie selbst schonmal erlebt haben. Da sind wir schon sehr gespannt.“ freut sich Laura Kramer aus dem Landesjugendpfarramt und Teil des Leitungsteams auf die nächsten Tage.

Die nächsten Tage finden am 16. März und 20. April in Ev. Bildungswerk Ammerland in Westerstede statt.

Lasst uns fischen gehen!

„Gerade ist es schwierig neue Leute zu gewinnen. – Wie kriegen wir das hin junge Menschen für unsere attraktiven Angebote zu begeistern? – Wie gewinnen wir neue Ehrenamtliche?“ all das sind Fragen, die uns in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beschäftigen und die ich immer wieder höre. Und ich nehme es schon mal vorweg: Ich glaube, das wird sich auch in diesem neuen Jahr 2024 nicht grundlegend ändern.

Klar, dazu gibt es viele Ideen, theoretische und praktische, wie wir diesen Fragen begegnen können, aber wie wir das bei Kirche oft so machen: Schauen wir doch mal im Buch der Bücher, der Bibel, nach: Wo gewinnt hier eigentlich jemand Ehrenamtliche für sich, für seine Sache?! Natürlich schoss mir sofort Jesus in den Kopf und der Begriff der „Menschenfischer“:

„Als er aber am Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Kommt, folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! Und sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.“ (Mk 1, 16-18)

Schön einfach! Wir machen es einfach genauso: Wir laufen herum und sagen: „Hey Leute, kommt mit, wir machen euch zu Menschenfischern.“ Und alle kommen sofort mit, vor allem, ohne groß darüber nachzudenken. Großartige Idee! Leider funktioniert dies, eins zu eins übernommen, nicht wirklich.

Welche Überzeugungskraft muss Jesus gehabt haben, dass er einfach so seine beiden ersten ehrenamtlichen Jünger motivieren konnte? Und wieso geht es bei uns eben nicht so einfach? Was hat Jesus an sich, was wir nicht haben? Etwa das Wort „Menschenfischer“? Viel entscheidender ist, was Jesus ausgestrahlt haben muss, nämlich, dass er einen Auftrag hat. Einen Auftrag genau für diese beiden Menschen, der zu ihnen passt. Sie sollen Menschen fischen. Fischen können sie, das ist ihr Talent, ihr Beruf. Und jetzt Menschen… klar! Jesus holt die beiden dort ab, wo sie sind. In ihrer Lebenswelt und das nicht nur weil er sie am Meer findet, sondern auch, weil er sie so anspricht, dass sie es verstehen. Mit „Fischen“ können beide etwas anfangen. Und ich glaube, dass die beiden genau wussten, auf was sie sich einlassen und wer dort ankommt, sonst wären sie wohl kaum so schnell mitgegangen. Auch Simon und Andreas profitieren davon: Sie machen das, was sie gut können mit einem Menschen, der etwas Sinnvolles mit Ihnen und dem, was sie können, vorhat. Simon und Andreas geben als erste Jünger Jesu das weiter, was Jesus den Menschen geben möchte.

Und wir? Wir haben heute sogar noch mehr Möglichkeiten als die beiden damals. Wir können andere Wege gehen, nicht nur durch Weitererzählen, sondern auch durch Öffentlichkeitsarbeit. Und mitnehmen aus dieser biblischen Geschichte können wir, dass es eine gute und vor allem passende Ansprache braucht, damit wir Leute überzeugen können bei uns mitzumachen, die dann wieder andere überzeugen usw.

Darum lasst es uns einfach versuchen und immer daran denken, dass Jesus selbst zunächst „nur“ 12 Ehrenamtliche für seine Sache gewonnen hat. Was daraus wurde, das wissen wir heute nur allzu gut.

Mir macht dies Mut am Ball zu bleiben, ich hoffe Euch auch!