Fußball-WM in Katar

Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar sind wir am Buß- und Bettag für die symbolische Dauer eines Fußballspiels zusammengekommen und haben die kontroverse Thematik rund um die WM aufgegriffen und diskutiert. Durch Oberkirchenrat Mucks-Büker in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg sowie Thea Meier und Niklas Reichel von der Evangelischen Jugend Braunschweig wurden uns interessante und lehrreiche Materialien und Arbeitshilfen vorgestellt, die vor allem Themen wie Menschenrechtssituation, Korruption und Klimagerechtigkeit aufgegriffen haben. Diese und viele weitere Materialien wurden in einem Padlet zusammengestellt, sodass sie für alle Interessierten zugänglich sind und weiter verwendet werden können. Die Materialien findet ihr unter https://padlet.com/jana_christin/wi0ahrg1hn9mog8c .

In den gemeinsamen 90 Minuten hatten wir einen interessanten Austausch im Plenum sowie in Kleingruppen, bei der wir durch unterschiedliche Sichtweisen unseren Horizont erweitern konnten. Mich persönlich hat die Diskussion weiter zum Nachdenken angeregt und für einen noch reflektierteren Umgang mit der Fußball-WM in Katar gesorgt.

Mein Kirchenjahr

Frohes neues Jahr am 1. Advent? Ja, am 1. Advent beginnt das neue Kirchenjahr. Für viele Lesende mag das keine neue Botschaft sein, für andere vielleicht schon. Neben dem Start des Kirchenjahrs am 1. Advent gibt es viele weitere besondere Tage im Jahr: Ostern, Reformationstag, Weihnachten. Wir kennen sie. Aber ganz oft gibt es auch Tage mit den Namen Invocavit oder Rogate.

Und zu all diesen Tagen gibt es spannende liturgische Texte und auch bestimmte Farben. Merken kann ich mir das ehrlich gesagt nicht alles. Websites wie www.kirchenjahr-evangelisch.de helfen bei der Orientierung im Kirchenjahr. Manchmal sind aber die Texte nicht so richtig mit unserer täglichen Arbeit vereinbar und es fehlen Inspirationen. Darum ist vor einiger Zeit die Idee entstanden das Angebot von kirchenjahr-evangelisch.de noch zu ergänzen mit Impulsen und Gebeten von Landesjugendpfarrerin Anne Schrader – und mit einem Motto und Ideen für Aktionen.

Mein Kirchenjahr – Impulse und Gebete für mich.

Dieses Angebot findest du ab sofort unter kirchenjahr.landesjugendpfarramt-oldenburg.de. Für den Dezember stellen wir dir hier Materialien zur Verfügung, die du nur für dich nutzen kannst oder die dir zum Beispiel bei der Vorbereitung einer Andacht helfen können. Das Angebot wird dann laufend erweitert um alle besonderen Tage im Kirchenjahr. Ergänzt wird das Angebot durch einen Podcast, der jeden Montag vor dem entsprechenden Sonntag erscheint.

Gesprochen werden die von Anne Schrader verfassten Texte von mir. Den Podcast gibt es überall wo es Podcasts gibt (z.B. Spotify, Apple Podcasts, etc.). Die Folge zum 1. Advent erscheint am 25. November.

Wir freuen uns über Feedback und noch mehr freuen wir uns natürlich, wenn dir dieses Angebot gefällt.

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Im Meer von Möglichkeiten unterwegs

Ich sitze am Schreibtisch und scrolle durch viele Seiten voll mit Reisezielen für das kommende Jahr. Wo kann es hingehen? Biete ich eher eine Freizeit an, wenn ja, für wen? Oder mache ich doch lieber Wochenenden, damit die Leute dafür keinen oder zumindest nicht so viel Urlaub nehmen müssen? An Möglichkeiten mangelt es nicht: Berge, Seen, Küste, In- und Ausland, es gibt viele schöne Ecken, wo es hingehen könnte. Aber irgendwann muss ich mich entscheiden.

Entscheidungen treffen: Das ist gar nicht so einfach. Heute, an diesem Donnerstag, trifft sich die 49. Synode unserer Kirche zu ihrer 6. Tagung, um über wichtige Themen rund um die Oldenburgische Kirche zu beraten und ja, auch zu entscheiden. Viele Menschen sitzen da zusammen, viele unterschiedliche Meinungen und Ansichten treffen aufeinander und immer, wenn man sich für etwas entscheidet, entscheidet man sich gleichzeitig gegen vieles andere. Wenn wir Gelder in das eine Arbeitsfeld der Kirche stecken, müssen wir woanders etwas einsparen. Und nein, nicht immer, wenn wir etwas entscheiden, öffnet sich eine neue Tür. Oft schließen sich vor allem viele andere.

Aber unser Leben ist voller Entscheidungen, weil es so unendlich viele Möglichkeiten gibt. So scheint es zumindest. Doch wie sich zurechtfinden? Wie die für mich passende und richtige Entscheidung treffen?

Vielleicht habe ich ein paar Tipps, die Dir die kommenden Entscheidungen erleichtern und dir eine einfachere Entscheidungsfindung ermöglichen:

  • Schreibe ein Pro- und Contra Liste.
  • Stelle dir vor, du müsstest hundert Leuten von deiner Entscheidung berichten: Was und wie würdest du dies tun?
  • Frage dich, worum es bei dieser Entscheidung eigentlich genau geht! 
  • Vertraue dir selbst und deiner Intuition! Viele richtige Entscheidungen liegen nicht so fern, wie es dir erst erscheint. 
  • Verabschiede dich davon in Extremen zu denken; häufig liegen richtige Entscheidungen eher in der Mitte

Vielleicht helfen dir diese Punkte schon weiter und eins möchte ich dir noch mitgeben, denn Du bist nie allein mit deinen Entscheidungen: Beziehe Gott mit ein, stelle ihm dein Problem, deine Entscheidungsmöglichkeiten vor und lasse dich unterstützen. Er wird es dir nicht abnehmen, aber auf seine Hilfe kannst immer trauen. Davon bin ich überzeugt! Und wenn du das tust und entscheidest: Gott wird Dich auch bei der Umsetzung begleiten, bei dir sein und deinen Weg mit Dir gehen. 

Dazu findet sich auch etwas in der Bibel

„Wenn es einem von Euch an Weisheit fehlt, soll er Gott darum bitten. Er wird sie erhalten. Denn Gott gibt sie allen vorbehaltlos und macht niemandem einen Vorwurf.“ (Jak 1,5)

So, und ich probiere das jetzt auch gleich mal aus und scrolle weiter durch die Angebote für das kommende Jahr! Mal sehen was es am Ende wird.

Titelbild: CC-BYSA Maik Meid

Wir feiern das Leben – Silent Party

Feiern war in der Pandemie lange nicht möglich. Klima, Krieg und Energiekrisen belasten uns. Für einen Abend lassen wir die Sorgen los und feiern das Leben. 

Silent Party bedeutet mit Kopfhörern erlebst du auf drei Kanälen Musik zum Feiern. Wir haben DJs die für die passende Partymusik sorgen. Da ist für alle etwas dabei. 

Der Eintritt ist frei. Getränke können erworben werden. 

  • Ort: Polyester Oldenburg
  • Ab 16 Jahren
  • Am 2. Dezember um 19.00 Uhr
  • Meld dich an und sichere dir einen Kopfhörer. 

Anmeldung

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Förderung für Jugendverbände wächst 2023 um 3 Millionen Euro an

Die Evangelische Jugend in Deutschland begrüßt Stärkung der Jugendverbandsarbeit

Der Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) ist das wichtigste Instrument der Jugendförderung auf Bundesebene. Für 2023 wurde der KJP nun mit zusätzlichen 3 Millionen Euro ausgestattet. Das ergaben am letzten Freitag die Beratungen in der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags, der auch den Bundeshaushalt für 2023 beschlossen hat. Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) begrüßt diese positive Entwicklung und die damit verbundene Stärkung der Jugendverbandsarbeit ausdrücklich.

Die zusätzlichen Mittel können im kommenden Jahr über die KJP-Förderung an die Jugendverbände verteilt werden. Ermöglicht wurde dieser zunächst einmalige Aufwuchs des KJP durch intensive Gespräche des Deutschen Bundesjugendrings mit den demokratischen Bundestagsfraktionen.

„Die für 2023 beschlossene, höhere Ausstattung des KJP ist ein wichtiges Zeichen für alle, die sich in den Jugendverbänden und in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren. Damit sind die politischen Entscheidungsträger*innen einen wichtigen Schritt hin zu einer angemessenen Ausstattung des Kinder- und Jugendplans gegangen“, stellt aej-Generalsekretär Michael Peters fest und ergänzt, „Ziel muss aber weiterhin eine dauerhafte und dynamisierte Förderung der Jugendverbandsarbeit bleiben. Nur so können die aktuellen und zukünftigen Aufgaben der Kinder- und Jugendarbeit erfüllt werden.“

Die aktuellen Krisen hinterlassen deutliche Spuren bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und haben massiven Einfluss auf ihre Lebenswelt. Jugendverbände können dies in ihrer Arbeit aber nur auffangen, wenn sie dafür mit entsprechenden Mitteln ausgestattet sind. Auch und gerade in Krisenzeiten müssen die Bedürfnisse und Grundrechte der jungen Generation berücksichtigt werden und Lösungen dafür geschaffen werden. Das ist nur mit entsprechender Förderung möglich.

Im Koalitionsvertrag spricht sich die Ampelkoalition im Bund für eine angemessene Ausstattung des Kinder- und Jugendplans aus. Dieses Ziel ist aus Sicht der aej nur zu erreichen, wenn Fördermittel auch dauerhaft im Haushalt eingeplant und somit verstetigt werden.

Pressemitteilung 11/2022 Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej)

Titelbild: CC-BYSA Maik Meid

Lichtquellen im November

Die Tage sind dunkler geworden. Ich habe oft das Gefühl morgens das Haus zu verlassen, wenn es noch dunkel ist und abends erst wiederzukommen, wenn die Sonne schon wieder untergegangen ist. Normalerweise machen mich die trüben Novembertage melancholisch. Mir fehlt das Licht. In diesem Jahr geht es mir nicht so. Die Novemberdepression lässt auf sich warten.

Stattdessen mache ich es mir gemütlich. Schon morgens beim Frühstück zünde ich eine Kerze an. Im Büro habe ich viele kleine Lichtquellen aufgestellt. Und abends freue ich mich darauf, mich auf dem Sofa mit einem Tee und bei Kerzenschein in die Decke zu kuscheln.
Sogar bei den Gassigängen mit meinem Hund fallen mir die Momente, in denen die Sonne durch die Wolken bricht, mehr auf als der Nieselregen.

Die Dunkelheit ist Teil unserer Welt. Nicht nur Dunkelheit draußen, sondern auch in uns. Da gibt es enttäuschte Hoffnungen, begrabene Träume und Trauer.
Das gehört alles zu uns Menschen, die Freude genauso wie die Trauer, Licht und Dunkelheit.

Die Theologin Dorothee Sölle hat sich einmal vorgenommen, jeden Tag drei Dinge zu finden, für die sie Gott loben möchte. Ich versuche das seit ein paar Tagen auch.
Diese Dinge sind zu meinen Lichtquellen geworden: Menschen, die vor Freude strahlen; Worte, die mir guttun und meine Stimmung erhellen; Begeisterung, die ausstrahlt.
Ende November feiern wir Ewigkeitssonntag. Wir denken an Menschen, von denen wir uns verabschieden mussten, die gestorben sind und die wir schmerzlich vermissen. In den Gottesdiensten werden für sie Kerzen angezündet. Das können wir auch zuhause machen.
Die Lichter erinnern uns: Christus ist das Licht des Lebens. Er leuchtet in unsere Dunkelheit.

Augen verschließen oder Handeln? Fußball-Weltmeisterschaft in Katar

Bald startet die Weltmeisterschaft in Katar. Kaum eine andere Weltmeisterschaft hat im Vorfeld so viel Diskussion geboten. Am Ewigkeitssonntag startet die Weltmeisterschaft. Eigentlich ein Tag an dem wir in stiller Trauer den Verstorbenen des vergangen Jahres gedenken. Und nun public viewing im Gemeindehaus?

Mit großer Sorge und Skepsis blicken daher viele auf die Weltmeisterschaft in der Adventszeit.

Gemeinsam wollen wir am Buß und Betttag in 90 Minuten, wie bei einem Fußballspiel, über Möglichkeiten zum Umgang mit dieser Weltmeisterschaft ins Gespräch kommen.

Bildungsarbeit statt Boykott?

Als Gäste an diesem Abend begrüßen wir Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker sowie Thea Meier und Niklas Reichel von der Ev. Jugend Braunschweig.

Keynote 1:

Macht hoch die Tür, die Tooor macht weit … mehr als 20 Autor*innen haben an der Arbeitshilfe zur Fußball-WM in Katar mitgearbeitet. In der Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kommen die unterschiedlichsten Stimmen zu Wort und damit bildet sie eine Grundlage für Kirchengemeinden, Vereine und Gruppen. Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker gibt Einblicke in die umfangreiche Broschüre zur WM in der Adventszeit.

Detlef Mucks-Büker ist Oberkirchenrat in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

Keynote 2:

Wie kann es gelingen, komplexe Themen wie strukturierte Menschenrechtsverletzungen, Korruption und Werte im Sport auch für eine jüngere Zielgruppe zugänglich zu machen? Hierzu präsentieren Thea Meier und Niklas Reichel einen Workshop, der die Unrechtsdimensionen, die uns im Rahmen der WM in Katar begegnen, für Konfirmand*innen und Schüler*innen greifbar macht und sie dazu befähigen soll, sich eine eigene Meinung zur WM in Katar zu bilden.

Thea ist Vorsitzende des Nachhaltigkeitsausschusses der Jugendkammer, Niklas ist stellvertretender Vorsitzender der Jugendkammer

Auf einen Blick

  • Zielgruppe: alle Interessierten
  • Datum: 16. November 2022 von 18.30 bis ca. 20.00 Uhr
  • Ort: Zoom
  • Kosten: kostenlos

Anmeldung

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Feier das Leben! – Gedanken zum Reformationstag

„Feier das Leben!“

Ja, das meine ich absolut ernst: Feier das Leben. Hier, jetzt, heute und ab sofort!

„Wie kannst du das nur sagen?“, höre ich die lauten und auch leisen Stimmen fragend, derer, die mich gerade hören.

Bei all dem Leid in der Welt? Den Ereignissen im Iran, den Kriegen dieser Welt, den Existenzängsten vieler Menschen in unserem Land aufgrund der hohen Preise, den Verlusten der Menschen in der Ukraine, der Klimakrise?

Es gibt derzeit unsäglich viele Gründe, warum wir wohl alles können, aber sicherlich das Leben nicht feiern. Irgendwie scheint unser christlich-moralischer Kompass das zu verbieten.

Statt das Leben zu feiern, sollten wir uns doch stark machen, für Gerechtigkeit, Klimaschutz, Frieden, Nächstenliebe und denen helfen, die gerade besonders stark betroffen sind von den Auswirkungen der vergangenen Monate.

Vor einiger Zeit habe ich eine Andacht zu dem Vers aus LK 22, 42 gehalten.
„Jesus kniete nieder, betete und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“

In dieser Andacht stellte ich mir die Frage, wohin sich eigentlich gerade unsere Welt bewegt oder viel mehr, in welche Richtung die Menschheit sich gerade entwickelt. Kanzler Olav Scholz sprach in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag im Februar dieses Jahres von einer Zeitenwende. Sehr verkürzt hier dargestellt halte ich am Ende meiner Gedanken zur Andacht fest: Ja! Die Menschheit braucht eine Wende; eine Richtungskorrektur; einen Impuls, den Fokus des Lebens neu auszurichten!

Jesus ist genau dafür gestorben. Nur scheinen wir Menschen es wieder vergessen zu haben. Sein Tod am Kreuz ist die Brücke, unseren täglichen Fokus neu auf Gott ausrichten zu können. Damit wir Gottes Willen wahrnehmen können. Irgendwas muss ja dran sein, wenn selbst Jesus am Ende seines Gebetes im Garten Getsemani für sich feststellt: „Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“

Gottes Wille scheint mir – soweit ich ihn erfassen kann – klar zu sein: Ein Leben aus seiner Gnade heraus, die uns frei macht von Macht, Gier, Neid, Hass und Leid. Sein shalom  – sein tiefer Friede- soll diese Welt füllen.

Und wir sollen, ja wir dürfen unsere Zeit auf dieser Erde dafür einsetzen, dass sein Plan für uns umgesetzt wird. Wie aber können wir Teil dieses Planes werden? Wie also verdienen wir uns diese Gnade, wenn es doch so scheint, als würde das, was wir tun, nicht reichen?

Montag haben wir den Reformationstag gefeiert. Nun ja, wie auch immer die persönliche Feier aussah. Vielleicht haben wir uns erstmal auch nur über einen weiteren freien Tag gefreut.

Ich persönlich nutze die Tage vor und nach einem kirchlichen Feiertag ganz gerne, um mich ganz gezielt mal wieder mit dem Sinn dieser Tage zu befassen.

Zwei wesentliche Erkenntnisse der Reformation waren die „sola fide“ und „sola gratia“. Also allein aus Glauben und allein aus Gnade werden wir vor Gott gerecht. Es sind nicht die Taten, die uns zu guten Menschen werden lassen. Es sind zuallererst  der Glaube und die Gnade, die uns zu guten Taten bewegen! (Vgl. Röm. 3, 21 ff)

Da ist sie wieder, die Richtungskorrektur, der Impuls, der unseren Fokus verändern soll. Allein der Glaube, allein die Gnade! Das, was wir tun kann reichen! Zumindest dann, wenn wir uns dabei von Gottes Willen leiten lassen.

Auch ich persönlich spüre die Auswirkungen der letzten Monate. Beim Einkaufen, an der Zapfsäule, in den vielen Gesprächen über den Ukrainekrieg und auch in meinem Gefühl ohnmächtig dem gegenüberzustehen, was noch alles auf uns zukommen mag. Niemals größer habe ich den Eindruck gehabt, dass das, was mein Leben beeinflusst, nicht vollends kontrollieren zu können. Psychologisch betrachtet ein Zustand, der uns Menschen stark herausfordert. Ein Zustand, den ich für mich nicht akzeptieren möchte!

Denn genau in diese Zeit dürfen wir uns an die Gnade und den Zuspruch Gottes erinnern. Wir dürfen Teil von Gottes Plan für diese Welt sein. Dürfen daran mitwirken, seinen Frieden in diese Welt zu tragen. Nicht aus einem christlich-moralischen Kompass, sondern aus Gottes Liebe zu uns und seiner Schöpfung heraus.

Also setze ich meinen Fokus neu, schaue auf Gott und bin dankbar: Für die Ruhe der Nacht, den neuen Tag. Für die Sterne am Himmel und die wärmende Sonne. Für die Menschen, die ich um mich haben darf und für die Erinnerung an jene, die schon heimgegangen sind. Ich schaue nach vorn – und ehrlicherweise noch immer nicht ohne Sorge; aber: Ich beginne das Leben neu zu feiern!
Aus Dankbarkeit für all das, was ich bis heute erleben durfte. In Hoffnung auf das, was Gottes Gnade mir noch schenken wird.

Und so lade ich uns dazu ein, den Moment zu genießen. Das Leben zu spüren und es zu feiern. Hier, jetzt, heute und ab sofort!

Amen

Hausandacht der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg am 1. November 2022 von Marc Gobien

Forum Schutzkonzept

Mit Inkrafttreten des „Kirchengesetzes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ am 01.12.2021 sind alle Leitungsorgane von Kirchengemeinden und Einrichtungen dazu verpflichtet, vor Ort institutionelle Schutzkonzepte zu erstellen – mit dem Ziel, strukturelle Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt dauerhaft zu verankern.

Wir laden herzlich ein zu unserem „Online-Forum Schutzkonzept“ zu Erfahrungsaustausch und Beratung bei der Entwicklung eines Schutzkonzepts vor Ort mit den entsprechenden Bausteinen. Bei Anmeldung erhaltet Ihr bereits den Zugangslink zum Zoom Meeting.

Dies ist ein gemeinsames Angebot des Landesjugendpfarramts, der Präventionsbeauftragten und der Beraterin für Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg für haupt- und ehrenamtliche kirchliche Mitarbeiter*innen, Gemeindekirchenrät*innen, Pfarrpersonen und für weitere Mitglieder von kirchlichen Leitungsorganen von Kirchengemeinden und Einrichtungen. Die Foren umfassen jeweils 90 Minuten.

Auf einen Blick

  • Ort: Zoom
  • Zielgruppe: haupt- und ehrenamtliche kirchliche Mitarbeiter*innen, Gemeindekirchenrät*innen, Pfarrpersonen und für weitere Mitglieder von kirchlichen Leitungsorganen von Kirchengemeinden und Einrichtungen
  • Kosten: Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben
  • Anmeldung: über die jeweiligen Termine

Termine

Safer Internet Day 2023

klicksafe Themenschwerpunkt 2023: Wie gesund ist unser digitaler Alltag und welche Fähigkeiten brauchen wir, um digitale Medien bewusst und ausgewogen zu nutzen?

Mal eben noch die Mails checken, einen Online-Termin vereinbaren und auf Sprachnachrichten reagieren, während die Kinder YouTube Videos gucken oder auf Instagram eine neue Story posten. Ob Schule, Familie oder Beruf – unser Leben ist voller digitaler Aktivitäten, die Zeit kosten und einen wesentlichen Anteil an unserem Alltag haben. Doch bis zu welchem Punkt ist die Mediennutzung noch o.k. und ab wann setzen wir uns besser selbst Grenzen, damit wir nicht in die digitale Stressfalle tappen oder gar online ans Limit gehen? Welche Fähigkeiten benötigen Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche für eine gesunde Balance und wie können verbindliche Regeln für den Medienkonsum in Job, Schule und Freizeit aufgestellt werden?

Zum Safer Internet Day 2023 stellt die EU-Initiative klicksafe das Thema „#OnlineAmLimit – dein Netz. dein Leben. deine Grenzen.“ in den Mittelpunkt ihrer Kampagne und ruft bundesweit zum Mitmachen auf. Der Safer Internet Day, der am 7. Februar 2023 stattfindet, wird in Deutschland von klicksafe koordiniert.

Zur Sensibilisierung und Stärkung der digitalen Resilienz stellt klicksafe zahlreiche Materialien zur Verfügung und schafft Raum für die Auseinandersetzung mit der Thematik auf verschiedenen Ebenen:

  • Aktuelle Zahlen einer repräsentativen klicksafe Umfrage sollen aufzeigen, wie es um unsere digitale Gesundheit steht.
  • Für den Schulunterricht und die außerschulische Jugendarbeit werden die Expert*innen von klicksafe 2023 eine Digital Detox Box herausgeben. Die Methodensammlung für die pädagogische Arbeit von klicksafe und Handysektor wird unter klicksafe.de/sid verfügbar sein.
  • Auch für Eltern werden Materialien mit Informationen und Tipps bereitgestellt, die beim Dialog über digitale Mediennutzung in der Familie unterstützen.
    In sozialen Netzwerken werden unter den Hashtags #OnlineAmLimit und #SID2023 Inhalte und Diskussionen zu finden sein.

Alle Interessierten sind aufgerufen, sich am Aktionstag zu beteiligen, aktiv und kreativ zu werden und sich so zum diesjährigen Themenschwerpunkt einzubringen. Geplante Aktionen können auf klicksafe.de/sid eingetragen werden.

Macht mit!

klicksafe ruft deutschlandweit Institutionen, Stiftungen, Unternehmen, Schulen, Jugendorganisationen, Bildungseinrichtungen, Vereine und auch Privatpersonen dazu auf, sich am 7. Februar 2023 mit eigenen Beiträgen und Projekten am Safer Internet Day zu beteiligen. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig – aufgrund der andauernden Corona-Pandemie ist mit einem breiteren Angebot an digitalen Formaten, virtuellen Workshops und Online-Informationen rund um die Themen Internetsicherheit und Medienkompetenz zu rechnen.

Alle Informationen auf der klicksafe-Website zum SID

Auf klicksafe.de/sid informiert klicksafe ausführlich über den Aktionstag, inklusive eines Überblicks, welche Aktionen und Formate bundeweit stattfinden sowie der Möglichkeit, eigene (Online-) Veranstaltungen anzumelden. Auf der Website können auch der SID-Infoservice abonniert und das Begleitmaterial heruntergeladen werden.

Über den Safer Internet Day

Der Safer Internet Day (SID) ist ein weltweiter Aktionstag für mehr Online-Sicherheit und für ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche. Er findet seit 2004 immer am Dienstag der zweiten Februarwoche statt und setzt jedes Jahr einen neuen thematischen Schwerpunkt im Rahmen des internationalen Mottos „Together for a better internet“. In Deutschland wird der Safer Internet Day von der EU-Initiative klicksafe koordiniert.

Über klicksafe

klicksafe hat zum Ziel, die Online-Kompetenz der Menschen zu fördern und sie mit vielfältigen Angeboten beim kompetenten und kritischen Umgang mit dem Internet zu unterstützen. Die EU-Initiative ist politisch und wirtschaftlich unabhängig und wird in Deutschland von den Medienanstalten in Rheinland-Pfalz (Koordinator) und in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Auf der Website www.klicksafe.de finden Nutzer*innen eine Vielzahl von aktuellen Informationen, praktischen Tipps und Unterrichtsmaterial zu digitalen Diensten und Themen. Die Zielgruppen sind pädagogische Fachkräfte, Eltern, Kinder, Jugendliche und Multiplikator*innen. klicksafe ist das nationale, deutsche Awareness-Centre und wird gefördert durch das CEF Telecom Programm der Europäischen Union. Seit 2008 koordiniert klicksafe auch das Safer Internet Centre DE, dem die Internet-Hotlines von eco, FSM und jugendschutz.net sowie die Helpline Nummer gegen Kummer angehören.

Pressemitteilung klicksafe.de