Wir begrüßen Kerstin Wille als neue Bildungsreferentin im Landesjugendpfarramt

Hallo zusammen,

mein Name ist Kerstin Wille und seit dem 15.08.2025 bin ich im Landesjugendpfarramt als Bildungsreferentin für Kindeswohl und Prävention von sexueller Gewalt tätig.

Nach meinem Studium mit Abschluss als Diplom-Pädagogin (Studienrichtung Erwachsenenbildung/ Weiterbildung) arbeitete ich mehrere Jahre in den Freiwilligendiensten als pädagogische Fachkraft. Hier konnte ich viel Berufserfahrung in der Bildungsarbeit und Begleitung von Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen sammeln. In meiner letzten Tätigkeit im Bereich Ehrenamtskoordination gehörte es unter anderem zu meinen Aufgaben, Austauschangebote, Fortbildungen und Vorträge für Ehrenamtliche und die breite Öffentlichkeit zu organisieren sowie Auszubildende aus Wirtschaftsunternehmen bei sozialen Projekten zu betreuen.

Mich motiviert es, Menschen mit Wissen zum Handeln und zur Reflexion zu befähigen. Kindeswohl und Prävention liegt mir dabei besonders am Herzen, weil Kinder und Jugendliche einen besonderen Schutz benötigen, um gut aufwachsen zu können. Im Mittelpunkt der Präventionsarbeit steht nicht nur Wissensvermittlung sondern im Idealfall bei allen Beteiligten eine bewusste Haltung, die sowohl bei kirchlichen Angeboten (aber auch darüber hinaus) eine Kultur der Achtsamkeit verankert. Ich freue mich daher auf viele Schulungen, die ich in naher Zukunft mit Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in der Jugendarbeit durchführen darf, um miteinander ins Gespräch zu kommen und für die Thematik zu sensibilisieren.

Fachtag: Geschlechtliche Vielfalt auf Freizeiten 13.11.2025

Geschlechtliche Vielfalt auf Freizeiten – wie gehen wir damit um? Welche Chancen und Herausforderungen sind damit verbunden? Vielleicht auch welche Ängste?

Ich möchte den Fachtag nutzen, um mit euch in den Austausch zu kommen. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, was hat sich in der Praxis bewährt? Welche Unterstützungsangebote benötigt ihr, um bspw. eine gemischtgeschlechtliche Zimmerverteilung auf Freizeiten zu ermöglichen?

Unterstützt werden wir an dem Tag von SCHLAU Oldenburg, einem queeren Aufklärungsprojekt – hier wagen wir einen etwas persönlicheren Blick auf das Thema. Auch unser Kollege Björn Kraemer wird mit uns gemeinsam über die Vereinbarkeit von gemischtgeschlechtlichen Zimmern und Schutzkonzepten bzw. Prävention im Allgemeinen sprechen.
Hier kommt ihr direkt zur Anmeldung: https://forms.churchdesk.com/f/UjvnNJXSaI

Wir begrüßen Melina Menkens als neue Bildungsreferentin im Landesjugendpfarramt

Hallo zusammen,

mein Name ist Melina Menkens und ich bin seit August als Bildungsreferentin im Landesjugendpfarramt mit dem Schwerpunkt „Kirche mit Kindern“ tätig. Neben der Arbeit im Landesjugendpfarramt studiere ich die Fächer Deutsch und Ev. Theologie auf Gymnasiallehramt an der Universität in Oldenburg und beginne nun mit meiner Masterarbeit im Bereich der Antisemitismuskritik und arbeite mit der ersten jüdischen Talkshow in Deutschland: Freitag Nacht Jews. Hierbei untersuche ich, wie Jüd*innen selbst von antisemitischen Erfahrungen berichten und wie man diese Erlebnisse präventiv mit Schüler*innen nutzen kann, um sie für das Thema Antisemitismus, aber auch generell für jegliche Art der Diskriminierung, zu sensibilisieren.

Mein Weg in die Kirche begann bereits früh durch meine ehrenamtliche Arbeit in Delmenhorst. Ob bei Freizeiten, Konfi-Projekten oder als musikalische Unterstützung bei Taufen und Hochzeiten – Kirche ist für mich nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein Raum für Gemeinschaft, Engagement und persönliche Entwicklung.

Mein Studium in Verbindung mit vielen praktischen Erfahrungen in der kirchlichen Arbeit hat in mir den Wunsch verstärkt, Kirche aktiv mitzugestalten. Nach über vier Jahren als Pädagogische Mitarbeiterin und DaF/DaZ Lehrkraft in der Schule beginnt für mich nun ein neuer Abschnitt und ich freue mich sehr darauf!

In meiner neuen Aufgabe als Bildungsreferentin ist mir besonders wichtig, dass Kinder sich in der Kirche gesehen fühlen. Ich möchte dazu beitragen, dass sie einen Zugang zur Kirche finden, der ihre Lebenswelt, ihre Fragen und ihre Perspektiven ernst nimmt. Mein Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Kinder Glauben erleben und ihre eigene Sprache für Gott entdecken können. Gleichzeitig liegt ein wichtiger Teil meiner Arbeit darin, die Menschen zu unterstützen, die mit Kindern Kirche gestalten – ob ehrenamtlich oder hauptamtlich. Ich möchte sie durch Austausch, Begleitung, Materialien, Ideen und Fortbildungsangebote stärken. Denn gute Kindergottesdienste, Projekte oder Aktionen entstehen dort, wo Menschen sich unterstützt fühlen, Freunde an ihrer Aufgabe haben und die Möglichkeit bekommen, sich weiterzuentwickeln – und genau dazu möchte ich beitragen.

Ich habe bereits ein paar Ideen mitgebracht und bin gespannt, wie diese sich nach und nach umsetzen lassen. Interessierte und Kolleg*innen sind herzlich eingeladen sich bei Fragen, Anregungen oder zum Austausch an mich zu wenden.

 

Ich freue mich auf viele Begegnungen, Gespräche und Projekte mit Ihnen und euch!

Eingeschränkt erreichbar

In den Sommerferien sind einige Kolleg*innen im Urlaub oder auf Maßnahmen. In der Zeit vom 21. Juli bis 01. August 2025 ist die Verwaltung im Landesjugendpfarramt eingeschränkt erreichbar. Gerade in diesem Zeitraum empfehlen wir euch, Anfragen per E-Mail an landesjugendpfarramt@kirche-oldenburg.de zu senden.

Auf unserer Website findet ihr auch die Kontaktdaten aller Teammitglieder. So könnt ihr eure Anfragen direkt an den oder die jeweilige*n Kolleg*innen senden.

Das Krisenmanagement bleibt von diesen Einschränkungen selbstverständlich unberührt. Ein Krisenteam steht jederzeit verlässlich zur Verfügung.

Wir wünschen euch allen eine gesegnete und erlebnisreiche Zeit.

Abschied nach fast 16 Jahren: Lucas Söker verlässt Landesjugendpfarramt

Nach fast 16 Jahren verlässt Lucas Söker das Landesjugendpfarramt. Er ist mit einer halben Stelle als Bildungsreferent in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Digitalisierung tätig und übernimmt darüber hinaus derzeit die Vakanzvertretung in der Geschäftsführung nach dem Weggang von Farina Köpke.

2009 hatte sich Lucas Söker erfolgreich im Landesjugendpfarramt beworben und sich in den folgenden Jahren beruflich stets weiterentwickelt. Neben der Geschäftsführung der Evangelischen Jugend Oldenburg (ejo) und des Landesjugendpfarramts übernahm er in den letzten Jahren Arbeitsbereiche wie Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit.

Ab dem 1. August 2025 wird Lucas Söker in der Arbeitsstelle für Umweltfragen und Klimaschutz der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg tätig sein. Er übernimmt die Leitung der Arbeitsstelle und wird gemeinsam mit einem Team die gesamtkirchliche Klimaschutzstrategie weiterentwickeln. Darüber hinaus koordiniert die Arbeitsstelle die Umsetzung des Gesetzes zur Erstellung von Gebäudeeffizienzplänen (GePG).

„Ich blicke dankbar auf fast 16 Jahre im Landesjugendpfarramt zurück und möchte an dieser Stelle allen Kolleg*innen für die gute Zusammenarbeit danken. Ein besonderer Dank gilt meinen Wegbegleiter*innen in den letzten 16 Jahren, die stets an mich geglaubt und meine Weiterentwicklung gefördert haben“, sagt Lucas Söker.

Forderungen für eine queerfreundliche Kirche übergeben

Bei der vergangenen Synode konnten endlich die Forderungen für eine queerfreundliche Kirche an die Synodenpräsidenten Sabine Blütchen übergeben werden.

Gesammelt wurden die Forderungen über den Zeitraum eines Jahres bei verschiedenen Veranstaltungen, die sich implizit oder explizit mit Queersein im kirchlichen Kontext beschäftigt haben. Beteiligt waren neben dem Landesjugendpfarramt auch Ehrenamtliche aus der ejo sowie das ProjektGO.

Unter den Forderungen lassen sich sowohl der Wunsch nach einer Reflektion und Entschuldigung für den kirchlichen Umgang mit queeren Menschen in der Vergangenheit finden als auch Anregungen für gegenwärtige und zukünftige Verhaltensweisen.
Wie die Synode nun mit den Forderungen weiterarbeitet, werden wir gespannt beobachten und währenddessen weitere Impulse in diese Richtung setzen.

Die ersten, die zur Teilnahme einladen:

  • CSD Oldenburg, gemeinsame Teilnahme der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg am 21.06.2025 sowie weitere CSDs im Gebiet der Oldenburgischen Kirche

Bild: ELKiO/D.-M. Grötzsch

Verantwortung fördern – Demokratie stärken

Politische Bildung in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

„Politik ist unglaublich vielschichtig und schnelllebig. Was heute aktuell ist, kann morgen schon wieder ganz anders aussehen. Es ist eine Herausforderung, da auf dem aktuellen Stand zu bleiben und die komplexen Zusammenhänge möglichst einfach darzustellen“, sagt Kim König, die seit dem 1. Juni 2025 den Arbeitsbereich politische Bildung im Landesjugendpfarramt übernimmt.

In ihrer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird sie sich unter anderem mit Antidiskriminierungsarbeit und der Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements befassen.
Dabei stehen bildungspolitische Akteur*innen vor großen Herausforderungen. Neben den gesamtgesellschaftlichen Spannungen wird sich die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg im Rahmen eines Prioritätenprozesses mit allen Arbeitsbereichen befassen, somit auch mit der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Darüber hinaus bringen die JFG-Novellierung und der Politikwechsel auf politischer Ebene Chancen und Herausforderungen mit sich.

Mut macht in diesem Zusammenhang die erste Rede von Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen, Jugend (BMBFSFJ), Karin Prien, die sagt: „Junge Menschen brauchen eine starke Stimme in einer älter werdenden Gesellschaft“,

Kim König ist sich sicher: „Die Demokratie ist unser höchstes – und zugleich derzeit durchaus gefährdetes – Gut. Es kostet Zeit und Energie, dieses Gut zu schützen und Haupt- und Ehrenamtliche darin zu unterstützen.“

Die Macht der Emojis – Wenn Gefühle bunt werden

Wir untersuchen inspiriert von der Netflix-Serie „Adolescence“ die Rolle von Emojis in der Kommunikation junger Menschen

In dieser Folge werfen wir einen tiefen Blick auf das Phänomen der Emojis und deren komplexe Rolle in der Kommunikation von jungen Menschen. Inspiriert von der Netflix-Serie „Adolescence“ beleuchten wir die Bedeutungen, die Emojis in der heutigen digitalen Kommunikation verkörpern. Wir denken oft, dass Emojis nur farbige Symbole sind. Die Serie zeigt, dass sie tiefere Bedeutungen haben. Sie können Gefühle und soziale Regeln ausdrücken.

Wir diskutieren, wie Emojis in der Serie als „versteckte Botschaften“ fungieren und in welchem Maße sie Macht- und Männlichkeitsstrukturen widerspiegeln. In einem weiteren Teil sprechen wir über die Herausforderungen, vor denen Eltern und Pädagog*innen stehen, wenn es darum geht, die digitale Kommunikationskultur der Jugendlichen zu verstehen. Wir zeigen, wie Emojis dabei helfen können, über Gefühle und Beziehungen zu sprechen, ohne andere zu verurteilen. Zudem stellen wir unsere eigene Haltung als Eltern und Fachleute in Frage.

Alle Links und Unterrichtsideen zur Folge gibt es auf medienhappen.de

Dr. Annika Schreiter zur neuen Generalsekretärin der aej berufen

In seiner Sitzung am 25. April 2025 hat der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) Dr. Annika Schreiter zur neuen aej-Generalsekretärin berufen. Die promovierte Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin ist zurzeit als Studienleiterin für politische Jugendbildung und stellvertretende Akademiedirektorin an der Evangelischen Akademie Thüringen tätig und wird ihre neue Stelle als aej-Generalsekretärin am 1. November 2025 antreten.

Nach dem Bachelorstudium der Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Mannheim und dem anschließenden Masterstudium im Studiengang Kinder- und Jugendmedien an der Universität Erfurt promovierte Dr. Annika Schreiter im Promotionskolleg „Communication and Digital Media“ der Universität Erfurt zum Thema Politische Kommunikation Jugendlicher im Wandel der Lebenskontexte nach dem Schulabschluss.

Im Rahmen ihrer Akademie-Tätigkeiten arbeitet Dr. Schreiter an innovativen Methoden, um junge Menschen darin zu unterstützen, als eigenständige, (medien-)kompetente Mitglieder Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Der methodische Fokus liegt dabei auf Gamebased Learning. Austausch und Vernetzungsangebote für Multiplikator*innen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit im kirchlichen Bereich und weit darüber hinaus bilden weitere Schwerpunkte ihrer Arbeit.

Als Jugendbildnerin in der Akademie, Mitglied der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftliche Jugendbildung (et) oder Redaktionsmitglied der aej-Fachzeitschrift „das baugerüst“ hat Dr. Schreiter schon jetzt vielfältige Beziehungen zu den Mitgliedsverbänden der aej. In der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) arbeitet die zukünftige aej-Generalsekretärin eng mit dem CVJM und dem Bund der Evangelischen Jugend in Mitteldeutschland (bejm) zusammen und ist unter anderem Delegierte des bejm im Landesjugendring Thüringen.

Neben ihrer Arbeit in der Evangelischen Akademie Thüringen engagiert sich Dr. Annika Schreiter als Sprecherin des Netzwerks für Demokratiebildung in Thüringen, in der Mitgliederversammlung der Evangelischen Akademien in Deutschland und als gewähltes Mitglied der Präsidialversammlung des Deutschen Evangelischen Kirchentags für den zivilgesellschaftlichen Bereich.

Dr. Annika Schreiter folgt auf Michael Peters, der am 31. Dezember 2025, aus dem Amt des aej-Generalsekretärs ausscheidet und in den Ruhestand eintritt.

Pressemitteilung 2/2025 / aej

08.05.2025 – 80 Jahre „Tag der Befreiung“

In diesem Jahr jährt sich der „Tag der Befreiung“ zum 80. Mal. Am 08. Mai 1945 kapitulierten alle Wehrmächte. Damit war der 2. Weltkrieg beendet und Europa vom Nationalsozialismus befreit.

Zumindest erstmal – denn zweifelsohne ist es eine Utopie, davon auszugehen, dass mit diesem Stichtag keine nationalsozialistischen Menschen mehr ihr Gedankengut verbreiteten oder auch öffentlich Hetze gegen jüdische Menschen, Sint*izze und Rom*nja, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung oder andere marginalisierte Gruppen betrieben und auch noch gegenwärtig betreiben.

Dennoch ist der Tag allemal Grund zum Feiern: Er markiert eine Zäsur in der europäischen Geschichte. Der Krieg war beendet.
Manchmal habe ich den Eindruck, als hätten die Menschen dieses dunkle Kapitel vergessen. Es wird nahezu wie eine fiktive Erzählung aus einem historischen Roman behandelt und nicht, als ginge es uns alle etwas an.

Der Krieg ist vorbei – seit nun 80 Jahren. Rechtes Gedankengut und Nationalsozialismus sind es jedoch nicht. Und es ist keine Floskel, wenn ich sage: Wir sind alle dafür verantwortlich, dass wir nicht vergessen, sondern erinnern; dass wir dunkle Zeiten als Warnsignal nehmen und dass wir es nie wieder so weit kommen lassen.