„Stark gegen Rechtsextremismus“
Die aej hat auf ihrer Mitgliederversammlung 2025 (21. bis 23. November in Plön) ein weitreichendes Paket aus vier Maßnahmenpaketen und einem Solidaritätsbeschluss gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit verabschiedet. Dies ist eine Reaktion auf die Bedrohung demokratischer Strukturen und die Zunahme von Angriffen gegen Engagierte.
Die vier Hauptmaßnahmen:
- Stark gegen Rechtsextremismus: Widerstandsfähige Strukturen (Beschluss 1)
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- Der Vorstand soll bis 2026 einen Unvereinbarkeitsbeschluss entwickeln, der rechtsextreme, rechtspopulistische oder menschenfeindliche Positionen für unvereinbar mit der aej-Arbeit erklärt.
- Mitarbeitende und Vertreter*innen müssen sich zu christlichen Werten (Nächstenliebe, gleiche Würde, Gerechtigkeit etc.) bekennen.
- Stark gegen Rechtsextremismus: Bildung ist Haltung – Jugend stark machen (Beschluss 2)
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- Förderung der Fähigkeit junger Menschen, rechtsextremen Positionen argumentativ zu begegnen und demokratische Prozesse zu gestalten.
- Schaffung einer zentralen Plattform bis zur MV 2026 zur Bündelung von Materialien und Bildungsangeboten.
- Stark gegen Rechtsextremismus: Medienbildung und Jugendpolitik im Netz (Beschluss 3)
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- Entwicklung von Weiterbildungen/Modulen für Ehren- und Hauptamtliche zum Erkennen von rechtsextremen Inhalten, Umgang mit Hass im Netz und digitaler Sicherheit.
- Forderung nach einem sichereren Netz, besserer Regulierung sozialer Medien und konsequenter Strafverfolgung von Hasskriminalität.
- Stark gegen Rechtsextremismus: Aktiv helfen (Beschluss 4)
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- Stärkung struktureller Unterstützungsangebote für Betroffene rechtsextremer Gewalt.
- Prüfung der Erweiterung von Versicherungsleistungen für rechtliche Schritte und Erstellung einer Übersicht über Ansprechstellen (staatlich, kirchlich, seelsorgerisch).
🛡️ Zusätzlicher Solidaritätsbeschluss:
- Angriffe auf unsere Engagierten sind kein Einzelfall (Beschluss 7)
- Betonung der Solidarität mit allen in kirchlichen/evangelischen Kontexten Angegriffenen, Diffamierten oder Bedrohten.
- Forderung an kirchliche Institutionen und Jugendverbände zur Entwicklung klarer Kommunikationsstrategien gegen rechte Einflussnahme.
- Die aej wird Gespräche mit der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) suchen, um gemeinsame Verfahren zu erarbeiten.
🎙️ Stimmen:
- Hansjörg Kopp (aej-Vorsitzender): Die Maßnahmen stärken Strukturen, investieren in Bildung und vermitteln Medienkompetenz. Die Evangelische Jugend verteidigt aktiv christliche Werte und die demokratische Grundordnung.
- Dr. Annika Schreiter (aej-Generalsekretärin): Die aej lässt Engagierte mit Anfeindungen nicht allein, sondern schafft Schutz, klare Verfahren und verlässliche Strukturen.
Die Beschlüsse sollen die Evangelische Jugend in ihrer Haltung festigen, Strukturen widerstandsfähiger machen und Engagierte schützen.
Die ungekürzte Pressemitteilung könnt ihr hier herunterladen!

Ulrich Bohlken
Pädagogische Leitung, Geschäftsführung und Referent für Öffentlichkeitsarbeit.



