Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder

 

Diesen Blogbeitrag schreibe ich als Referent für Öffentlichkeitsarbeit und als stolzer Vater von zwei Kindern im Alter von zwei und fünf Jahren. Während gestern der Weltkindertag gefeiert wurde, frage ich mich, wie die Zukunft unserer Kinder auf dieser Welt aussehen wird.

20. September: Dieses Datum geht auf das Kinderhilfswerk UNICEF zurück, eine Organisation, die weltweit Kindern in Not hilft. Im Jahr 1954 schlug UNICEF vor, mit einem extra Aktionstag an die Kinderrechte zu erinnern. Und weil diese Idee an einem 20. September beschlossen wurde, fiel die Weltkindertag-Wahl auf dieses Datum. (ZDF logo)

Was müssen wir investieren und sicherstellen, damit sie in einer gerechten und nachhaltigen Welt aufwachsen können? Ich mache das ganz konkret an drei Schwerpunkten fest:

Klimawandel und Umweltzerstörung

Vergangene Woche sind weltweit Menschen auf die Straße gegangen. Auch wir waren beim globalen Klimastreik mit dabei – in Oldenburg. Wir alle sind Zeugen des Klimawandels und der zunehmenden Umweltzerstörung. Schon heute sind die Auswirkungen spürbar, von Hitzewellen bis hin zu Naturkatastrophen.

Mehr denn je frage ich mich nicht zuletzt wegen meiner Kinder, was Kinder im Allgemeinen wohl künftig erleben müssen, wenn wir jetzt nicht handeln? Wir müssen uns fragen, welchen Planeten wir ihnen überlassen werden.

Armut und soziale Ungerechtigkeit

Trotz aller Fortschritte leben noch immer Millionen Kinder in Armut. Sie haben keine Chance auf eine angemessene Gesundheitsversorgung oder Bildung. Und dass nicht nur in armen Ländern, sondern auch ganz konkret vor unseren eigenen Haustüren.

Mal eben 970 Euro für eine Einschulung? 600 Euro für eine Freizeit der Evangelischen Jugend und dazu die Klassenfahrt in der Schule? Oder noch kleiner gedacht: die Zuzahlung zur Schutzimpfung, die später von der Krankenkasse erstattet wird.

All das sind Dinge, die sich viele Familien auch in unserem Land schlichtweg nicht leisten können.

Jedes Kind verdient eine faire Chance im Leben. Darum müssen auch wir als Kirche handeln und uns für Chancengleichheit einsetzen und Angebote für unterschiedliche Zielgruppen schaffen.

Bildung als Schlüssel zur Zukunft

Bildung ist der Schlüssel zur Verbesserung der Zukunft unserer Kinder. Alle Kinder sollten Zugang zu hochwertiger Bildung haben, unabhängig von ihrem Hintergrund. Neben der Einschulung kosten Lehrmaterialien insgesamt eine Menge Geld. Dazu kommen weitere außerschulische Förderungen wie Musikunterricht oder Kulturveranstaltungen.

Schlussgedanken

Der Weltkindertag erinnert mich daran, dass Kinder die Gegenwart und Zukunft unserer Welt sind. Es liegt in unserer Verantwortung, sicherzustellen, dass sie in einer Welt aufwachsen können, die von Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Chancengleichheit geprägt ist. Wir alle können unseren Teil dazu beitragen.

Ich lade euch ein, darüber nachzudenken, wie ihr in den nächsten sechs Monaten aktiv dazu beitragen könnt, dass Kinder eine bessere Zukunft haben. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, eine Welt zu schaffen, in der alle Kinder die Möglichkeit haben, glücklich, gesund und erfüllt aufzuwachsen.

Ich persönlich werde in den nächsten sechs Monaten meinen eigenen Lebensstil noch intensiver prüfen und überdenken. Wo kann ich das Auto stehen lassen und Ressourcen schonen, um meinen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. Sollte es keine Reisemöglichkeit mit dem ÖPNV geben, werde ich bei Leihwagen nach Möglichkeit auf E-Autos setzen.

Ich werde mich weiter im Landesjugendpfarramt dafür einsetzen, dass wir durch Aufklärung und Angebote das Thema Armut und soziale Ungerechtigkeit gerade mit Blick auf Kinder in den Fokus rücken.

Am Ende möchte ich euch noch einen Buchtipp mit auf den Weg geben. Ich lese aktuell das Buch „Hoch die Hände Klimawende“ von Gabriel Baunach. In diesem Buch geht es um gute Lösungen für den Klimaschutz. Es geht um „Klimaschutz, der sich wirklich lohnt und Hoffnung macht.“ (ISBN 978-3-7459-1842-7)

Lucas Söker
Öffentlichkeitsarbeit und Digitalisierung

Ich bin Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Digitalisierung im Landesjugendpfarramt Oldenburg. Du erreichst mich per Mail (lucas.soeker@ejo.de), per Telefon (0171 8643636) oder auf den Kanälen der Evangelischen Jugend (Moin!App, ejoPRO).